Schlaflosigkeit

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Was ist eine primäre Insomnie

Die Insomnie ist gekennzeichnet durch Ein- und Durchschlaf- störungen.
 Als Ursache können organische und psychische Störungen wie z.B. eine Depression 
vorliegen. In diesem Fall ist die ursächliche Behandlung durch einen Fachkollegen angezeigt.
 Wenn diese Störungen ausgeschlossen worden sind, spricht man von der
 primären Insomnie.
 
Die akute Insomnie ist häufig an ein akut belastendes Ereignis gebunden.
Die Prognose ist gut, meist stellt sich nach 4-6 Wochen wieder ein normaler Schlafzyklus ein.  
In diesen Fällen kann eine 
kurzzeitige medikamentöse Schlafunterstützung hilfreich sein.

Wenn die Schlafstörung chronifiziert, spricht man von der psychophysiologischen Insomnie.  
Im Vordergrund steht nicht mehr das auslösende Ereignis, sondern die anhaltende Besorgnis um die Schlafstörung.  
Betroffen sind besonders Frauen im mittleren Lebensalter. Risikofaktoren sind berufliche und soziale Überforderung.

 

Symptome

Folge von Schlafstörungen sind Tagesmüdigkeit, Gereiztheit und Unkonzentriertheit.
Je stärker man sich mit dem Einschlafen beschäftigt, um so wacher wird man.  
Erst wenn man den Kampf aufgegeben hat, schläft man ein, meist in den frühen Morgenstunden, kurz bevor der Wecker klingelt.

 

Diagnostik

Entscheidende Hinweise liefert die Erhebung der Krankheitsgeschichte.

Organische und psychische Ursachen sollten im Vorfeld ausgeschlossen werden.
Die Schlafanalyse im Schlaflabor zeigt einen häufig unterbrochenen Schlaf
mit langer Einschlafphase, verspäteten Traumschlafanteilen und vermindertem Tiefschlaf.

 

Therapie

Die chronische Schlaflosigkeit sollte unbedingt behandelt werden. Ziel der Therapie ist es, auf die komplexen Zusammenhänge von psychischen und physiologischen Faktoren Einfluss zu nehmen.
Medikamente spielen hierbei eine nur untergeordnete Rolle.  Durch eine Verhaltenstherapie lernt der Patient wieder, 'richtig zu schlafen'.

Zusätzlich kommen Entspannungstechniken und die Stressbewältigung  zur Anwendung.  
Bewährt haben sich besonders das Autogene Training, die progressive Muskelentspannung oder die Stressbewältigung nach Kaluza.

 


Tipps bei Ein- und Durchschlafstörungen

  • Gehen Sie grundsätzlich erst dann schlafen, wenn Sie sich müde fühlen
  • Vermeiden Sie Mittagsschlaf
  • Nehmen Sie 2 Stunden vor dem Schlafen ein heißes Bad
  • Erlernen Sie Entspannungstechniken
  • Nutzen Sie Ihr Bett nur zum Schlafen
  • Wenn Sie nicht einschlafen können, stehen Sie auf, und lenken Sie sich mit einer Beschäftigung ab. Schlafen Sie nicht außerhalb des Bettes ein. Gehen Sie erst dann wieder ins Bett, wenn Sie sich schläfrig fühlen. Wiederholen Sie diesen Vorgang so oft wie nötig, wenn Sie nachts nicht schlafen können
  • Schauen Sie in der Nacht nicht auf die Uhr
  • Machen Sie nachts kein helles Licht an
  • Stehen Sie zu regelmäßigen Zeiten auf, auch am Wochenende, egal wie lange Sie geschlafen haben
  • Beschränken Sie die Schlafzeit auf die durchschnittliche Schlafzeit der letzten 2 Wochen
  • Beseitigen oder reduzieren Sie lästige Lichtquellen, Lärmgeräusche und extreme Temperaturen im Schlafzimmer
  • Das Schlafzimmer sollte dunkel, ruhig, kühl (max. 18°) und gut belüftet sein
  • Vermeiden Sie anstrengende körperliche Tätigkeiten nach 18 Uhr
  • Nehmen Sie vor dem Schlafengehen keine schweren Mahlzeiten ein. Eine leichte Nachtmahlzeit kann hingegen schlaffördernd wirken
  • Rauchen Sie grundsätzlich nicht vor dem Schlafengehen oder während der Nacht
  • Vermeiden Sie Kaffee nach 15 Uhr. Trinken Sie nur wenig Alkohol, er verringert die Schlafqualität


Pneumologie Krefeld
Fachgebiete>Schlafmedizin>Krankheitsbilder>Schlaflosigkeit

FAZ